12.10.08

Movie Deview: Die Baader-Myspace-Identität

Supermime Moritz Bleibtreu erscheint in "Die Baader-Myspace-Identität" nicht in einer, nicht in zwei, nicht in drei, nicht in vier, nicht in fünf, nicht in sieben, nicht in acht, nicht in neun, nicht in zehn...

Nein, er erscheint in sechs Rollen, und nur zwei davon sind Andreas Baader. Beeindruckt ist man allerdings ausschließlich von ihm als Jean-Paul Baader-Meinhof, dem fiktiven Sohn der Baader-Meinhof-Kopulation, dessen Aufstieg und Fall als eCommerceVERmarkter/In des popkulturellen Erbes seiner Eltern im der Filmhandlung kontroverserweise vorangestellten Epilog (Kunst) kurz beleuchtet wird. Andere Darsteller als Moritz Bleibtreu fielen nicht weiter auf, außer eventuell, vielleicht aber auch nicht, Stefan Aust durch seinen Cameo-Auftritt als "entrüsteter Mann mit Bildzeitung". Die Figur Aust wird von Moritz Bleibtreu gespielt.

Helmut Schmidt, der dafür gewonnen werden konnte, sich selbst zu spielen, zog in letzter Sekunde sein Einverständnis für eine Mitwirkung zurück und musste digital aus den schon abgedrehten Szenen entfernt und durch einen rauchenden Gummibaum ersetzt werden.

Steven Spielberg behandelt den Stoff von Aust sachgemäß als Dokumentation und versteigt sich kaum zu künstlerischen Interpretationen. Dem unbedarften Kinogänger wird vollkörnige Dokumentarkost geboten. Der Film beginnt mit einer halbstündigen Texttafelsequenz, welche die Vorgeschichte des Deutschen Herbsts seit der Reichsgründung 1871 erläutert. Nach einigen Verwicklungen im Mittelteil prallt der Film dann auch schon auf sein obligatorisches Happy End. Quod erat demonstrandum.

Leider konnte der Film vor Redaktionsschluss nicht sehen gewollt werden. Diese Rezension basiert vor allem auf dem flüchtigen Betrachten des Kinoplakats.

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13.1.08

Meldungen der Woche

Bush buhlt um Bombenholocaust-Prestige

Bei seinem Besuch in der Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem ließ Bush verlautbaren, dass sein Land Auschwitz hätte bombardieren sollen. Die anwesenden israelischen Würdenträger zeigen sich von dieser Geste tief gerührt und ersparen dem amerikanischen Präsidenten taktvollerweise das Eingeständnis, dass er gar nicht weiß, was ein Auschwitz ist, und verzichten darauf, ihn darauf hinzuweisen, dass eine Bombardierung desselben, obschon auf amerikanische Weise gut gemeint, kaum in ihrem Sinne gewesen wäre. Die dojcze Bundeskanzlerin reagierte umgehend und verkündete in einer Presseerklärung, dass ihr Land Ausschwitz erst gar nicht hätte einrichten sollen.

Erwerbslose Kinder sterben aus

Nach vorläufigen Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit waren im vergangenen Jahr weniger Kinder von Hartz IV abhängig als zuvor (freilich nicht als jemals zuvor). Experten vermuten jedoch, dass dieser Rückgang in hohem Maß auf die stetig steigende Kindersterblichkeit durch Verhungern, Verdursten und Aufbewahrung in Kühltruhen zurückzuführen sei.

OMG Eisbären LOL

Nach vorläufigen Schätzungen der Bärenagentur für Arbeit sind in diesem Jahr weniger Eisbärenbabys von Hartz IV abhängig als zuvor. Die wie Bären anmutenden Parteivorsitzenden Kurt Beck und Reinhard Bütikofer vermuten jedoch, dass dieser Rückgang in hohem Maß auf die stetig steigende Jungensterblichkeit durch allgemeines Bärenversagen zurückzuführen sei. Der amerikanische Präsident ließ verlautbaren, dass sein Land die verantwortlichen Bäreneltern hätte bombardieren sollen.

Verurteilte Jungkriminelle verprügeln Roland Koch

In der Nacht zum Sonntag wurde der hessische Ministerpräsident Koch von 734 verurteilten Straftätern im Alter zwischen 14 und 21 Jahren angegriffen und leicht verletzt. Dem Vernehmen nach waren die jugendlichen Migranten unzufrieden mit der Verschleppung ihrer Strafsachen. Roland Koch trug keine schweren körperlichen Schäden davon, er verlor lediglich seinen Kopf. Diese Meldung ist frei erfunden, liegt jedoch auf der Hand.

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